Wie ich zum Beraten kam

Unterwegs wurde ich öfters von Eltern angesprochen, die berichteten, dass sie gerne ihr Baby getragen hätten, doch aus diesen oder jenen Gründen keinen Zugang zum Tragen finden konnten, beziehungsweise sie die Trageerfahrungen unbefriedigend empfanden.

Zeitgleich hörte ich von einer Trageschule, die Trageberaterinnen ausbildet.

Was soll schon eine Trageberaterin sein, dachte ich mir und schenkte mir den Grundkurs zum Geburtstag ...

Was soll ich sagen: Ich, die Frau, die bereits Erfahrung im Tragen von zwei Kindern hatte, war augenscheinlich die einzige, die Schwierigkeiten mit einem Flachknoten hatte und überhaupt diese komplizierten Gedankengänge.
Klar wurde in dem Seminar, dass eigene Trageerfahrungen nicht damit einhergehen müssen „Trageinhalte“ vermitteln zu können. Hierfür bedarf es eines gewissen Umdenkens und Hineinfühlens. Ich war baff und interessiert.

Zurück in Kassel fing ich zaghaft an zu beraten, zunächst im Bekanntenkreis, ... erste Erfahrungen sammeln.

Mit den Monaten stieg meine Kompetenz im Beraten und klarer wurde, dass ich mich nicht auf das Tragetuchbinden beschränken wollte, sondern alle interessierten Eltern bei der Auswahl einer Tragehilfe begleiten wollte. Aus diesem Grund erweiterte ich mein Angebot und meinen Bestand an Tragehilfen.

Ende 2008 meldete ich ein Gewerbe an, um Eltern die Möglichkeit bieten zu können, Tragehilfen direkt über mich zu beziehen. Seit 2009 ist meine Beratung etwas populärer geworden. 2010 war mit 130 Einzelberatungen und insgesamt 200 Elternkontakten ein intensives Jahr. …